Jan 22 2012

Noch mehr aktuelle Fotos

Von der Reise nach Kenia im Sommer 2011 haben Birthe und Nadja einiges Bildmaterial mitgebracht, welches wir Euch nicht vorenthalten wollen. Im Rundbrief vom Januar 2012 (den wir weiter unten online gestellt haben) findet Ihr einige weitere aktuelle Bilder der BirAli-Kinder.

Die Hände von Sawadi und Birthe - 2003 und 2011 - Inspiration für unser BirAli-Motiv.

Sawadi & Birthe 2003 Sawadi & Birthe 2011

Die Kinder beim Fußballspielen und Tanzen im Hof des BirAli-Hauses in Kenia.

Fußball im Hof Tanzen im Hof

Der Vergleich: Die gleichen Schulkinder im Jahr 2003 und acht Jahre später, im Jahr 2011

Schulkinder 2003 Schulkinder 2011

Birthe beim Spielen mit den Kindern und spielende Kinder im Hof.

Birthe mit den Kindern Kinder beim Seilspringen


Jan 22 2012

Wie die Kinder die Betten besingen

Liebe BirAli-Freunde,
zunächst einmal wünschen wir allen ein frohes und gesundes neues Jahr!
Für den BirAli e.V. ist das erste Jahr als offizieller Verein bereits vorüber und wieder ist einiges passiert. Bevor wir Euch anschließend mehr von den BirAli-Kindern berichten werden wir zunächst von unseren Vereinstätigkeiten berichten und einige der aktiven Mitglieder vorstellen.

Am 12. November 2011 fand die erste offizielle Jahreshauptversammlung in Kiel statt. Seit die Kieler Vereinsmitglieder nun alle ihr Studium beendet und sich in alle Himmelsrichtungen verstreut haben, gestaltet sich ein Zusammentreffen aller Vereinsmitglieder als etwas schwieriger. Mit Freude kann berichtet werden, dass  letztendlich sieben von insgesamt 11 Vereinsmitgliedern aus Kiel, Hamburg, München, Offenburg und eine achte zum Teil sogar per Skype-Schaltung aus England „anwesend“ waren.

Jahreshauptversammlung November 2011Die Vereinsaktiven kennen den Ablauf, es wird berichtet, Haushaltspläne aufgeführt, Abstimmungen vorgenommen, Anträge eingereicht, Vorstände entlastet und ähnliches. Klingt alles sehr förmlich, aber insgesamt war es ein gemütlicher, interessanter und produktiver Nachmittag. Die wichtigsten Beschlüsse waren die Verabschiedung des Haushaltsvorschlages für 2012, der eine Erhöhung des Ge-samtbudgets aufgrund der vermehrten Anzahl an Kindern beinhaltet, sowie die Entlastung des vierköpfigen Vorstands. Zur Erinnerung, der Vorstand besteht aus Birthe Vogel (1. Vorsitzende), Gesche Lotzkat (2. Vorsitzende), Solveig Kühn (Schriftführerin) und Pascale Reinke (Kassenwärtin). Einige von Euch hatten mit der ein oder anderen bereits persönlich Kontakt, andere hatten bisher nur mit Birthe zu tun. Daher werden wir einige der Personen kurz vorstellen. Pascale, unsere Kassenwärtin, hat die Finanzen von BirAli e.V. im Blick. Sie kontrolliert Ein- und Ausgänge, kümmert sich um die Spendenbescheinigungen und setzt sich mit dem Finanzamt und der Steuererklärung auseinander. Dank ihrer Expertise, ihrem Sinn für Genauigkeit und ihrer Zuverlässigkeit  läuft alles wie geschmiert. Jedes Jahr findet zudem eine Kassenprüfung von zwei weiteren Mitgliedern des Vereins statt, um sicher zu gehen, dass alles seine Richtigkeit hat. Hierfür sind zur Zeit Ina Kruse-Sönke und Katrin Liethman verantwortlich. Beherzt haben sie sich im Herbst 2011 auf dieses Neuland begeben und jede Rechnung, Buchung, Überweisung oder sonstige Transaktion überprüft und nachverfolgt. Die gesamte Buchhaltung wurde ohne Beanstandung genehmigt. Auch Solveig Kühn hat unerschrocken die deutsche Bürokratie erforscht um zum Beispiel heraus-zubekommen, welche Kriterien ein offizielles Protokoll erfüllen muss oder welche Formulare wir brauchen. Wieder einmal stellen wir fest, für fast alles gibt es in Deutschland Regeln, Formblätter und Kennziffern. Dass dies in Kenia ganz anders ist, hat Nadja Seibert bei ihrem Besuch des BirAli-Projekts vor Ort zusammen mit Birthe erleben können. Nadja und Birthe kennen sich noch aus Kindheitstagen. Als langjährige Spenderin ist Nadja seit der Gründung des Vereins aktiv als engagiertes Mitglied mit dabei. Sie steht in engem Kontakt mit Alice in Kenia, stellt sicher, dass wir regelmäßig Berichte über das Vorgehen vor Ort erhalten, be-spricht mit Alice, was die Kinder und die Mitarbeiter vor Ort noch brauchen und wie wir sie von Deutschland aus am besten unterstützen können. Die Kommunikation über so viele Ki-lometer, unterschiedliche Sprachkenntnisse und kulturelle Verständnisse hinweg ist nicht immer ganz einfach. Doch mit Hilfe der modernen Telekommunikation und ihrem motivierten Einsatz sowie einer Portion Geduld und Ausdauer ist es ihr möglich, die Vorgänge in Kenia bestmöglich zu begleiten. Zudem ist Nadja Teil des „Öffentlichkeits“-Teams und schreibt mit Gesche zusammen Rundbriefe und Homepagenews. Die zwei Vorsitzenden Birthe und Ge-sche haben weitere feste Aufgabenbereiche. Gemeinsam verwalten sie die BirAli-Emailadresse, so dass Ihr vielleicht bereits mit beiden Kontakt hattet oder in Zukunft haben werdet. Als 1. Vorsitzende ist Birthe außerdem für die Koordination der gesamten Vereinstätigkeiten zuständig und als ursprüngliche Initiatorin steht sie natürlich mit Alice in regem Kontakt.
Es gibt noch viel über das Engagement der anderen Vereinsmitglieder zu erfahren, aber wir möchten nun lieber noch etwas mehr über die Kinder und das Leben in Kenia berichten.

Damit Ihr die Birali-Kinder nach und nach etwas kennenlernen könnt, möchten wir einige der Kinder kurz einzeln vorstellen. Bei BirAli leben derzeit 26 Kinder, wobei wir heute zunächst über vier von ihnen näher berichten möchten. Zu Beginn zu zwei der älteren BirAli-Mädchen, die gerade ihre Abschlussprüfungen der Grundschule (die in Kenia 8 Schuljahre dauert) gemacht haben und derzeit noch auf ihre Ergebnisse warten.

Judith
Maria Safari (23 Jahre), eines der ursprünglichen BirAli-Kinder, hatte es in den letzten Jahren nicht besonders einfach in der Schule. Während unseres Besuchs in Kenia kam Maria immer sehr spät nach Hause, da sie jeden Abend nach dem Unterricht noch Nachhilfe erhielt. Seitdem bessern sich ihre schulischen Leistungen und nun hofft sie, bald in die High School eintreten zu können. Ihr Lieblingsfach ist Sozialkunde und in ihrer Freizeit singt sie gerne Gospel-Songs. Nach Beenden der High School möchte sie Lehrerin werden. Auf uns hat Maria einen sehr höflichen und gutherzigen Eindruck gemacht. Sie spricht gut Englisch, ist ein stilles Mädchen und geht gewissenhaft ihren Aufgaben nach. Wie im letzten Rundbrief berichtet, gibt es so etwas wie ein Patensystem bei BirAli. Maria hat dabei die Patenschaft für ihre kleine Schwester Sawadi übernommen. Diese profitiert in ihrer ausgelassenen, ver-spielten Art von den klaren Ansagen ihrer größeren und erfahrenen Schwester.

Judith Auch Judith spricht sehr gut Englisch. Sie ist eine offene, aufgeschlossene und fröhliche Person, die man häufig lachen sieht. Bei unserem Ausflug zum Strand hat sie als einziges äl-teres Kind mit ihren jüngeren BirAli-Geschwistern im Wasser getobt und diese Ausgelassen-heit sichtlich genossen. Judith ist 18 Jahre alt und lebt seit 2006 im Hause BirAli. Als Vollwaise musste sie sich vorher einige Jahre selbst durchschlagen. Bei BirAli fühlt sie sich nun sehr wohl. Über Alice sagt sie, „she is taking me like a biological daughter“ (Alice behandle sie wie eine leibliche Tochter). An der Schule schätzt sie vor allem den Mathe-Unterricht und sie träumt davon, später einmal Ärztin zu werden. Ihre Hobbys sind Tanzen, Singen und Kochen.

Die beiden Nesthäkchen bei BirAli sind Stacey und Cicilia, die uns während des kurzen Auf-enthalts in Kenia beide sehr ans Herz gewachsen sind. Stacey ist 6 Jahre alt und sehr quirlig und verspielt.
Es macht viel Spaß, ihr bei ihrem Lieblingsspiel zuzugucken, bei dem man sich gegenseitig mit einem kleinen Ball abwerfen muss. Stacey geht noch in die Vorschule. Cicilia ist 7 Jahre alt und letzten Herbst in die erste Klasse der Grundschule gekommen. Auch sie spielt gerne Ball und Federball, tanzt und singt viel. Außerdem durften wir sie dabei bewun-dern, wie sie mit viel Geschick mit einem alten Fahrradreifen Hula-Hoop spielte.

Besonders gefreut haben wir uns über die Nachricht, dass nun alle jüngeren Kinder auf die Golden Key Primary School gehen können, eine private Grundschule, in der die Kinder we-sentlich besser gefördert werden. Alice hat es geschafft, die Schulleiterin davon zu überzeugen, alle Grundschulkinder kostenfrei aufzunehmen. Man merke fast täglich einen Unter-schied, berichtet uns Alice.
Kenia Reise 2011 - Die neuen Betten Besonders im Englischen machen die Kinder im Vergleich zu vorher rasche Fortschritte. Seit sie auf die Privatschule gehen, sind die Kinder zeitlich sehr eingespannt und müssen viele Hausaufgaben bewältigen. Zeit zum Spielen und Herumtoben bleibt meistens nur am Wochenende. Doch alle scheinen wohlauf zu sein und es geht ihnen gesundheitlich gut. Besonders dankbar sind die Kinder über die vielen neuen Anschaffungen. Vor allem von den neuen Betten und Matratzen schwärmen sie. Alice schrieb uns, dass die Kinder sich sogar ein Lied ausgedacht haben, in dem es um die Betten geht! Sie singen den Betten quasi ein Ständchen.

Zwei Bilder, die Stacey und Cicilia für die BirAli-Spender in Deutschland gemalt haben.
028

Erneut bleibt zu guter Letzt wieder einmal, unseren Dank auszudrücken. Im Sommer haben wir es direkt erlebt und nun spüren wir bei jedem Gespräch mit Alice, was die finanzielle Hilfe aus Deutschland bei BirAli bewirkt und wie dankbar die Kinder und Alice für diese Unterstüt-zung sind. Herzlichen Dank!

Mit herzlichen Grüßen und im Namen des gesamten Vereins

Gesche und Nadja



Okt 7 2011

Große Reise nach Kenia

Liebe BirAli-Freunde,

nun ist es schon einige Zeit her, dass wir (Birthe und Nadja) das BirAli-Projekt in Kenia besucht haben. Voll mit neuen Eindrücken, Erfahrungen und Bildern sind wir heim- bzw. weitergereist. Es hat ein wenig gedauert, bis die Eindrücke sacken und wir uns wieder sammeln konnten. Nun ist es an der Zeit, Euch einmal von alledem zu berichten.

Während unseres zweieinhalbwöchigen Aufenthalts im BirAli-Heim sind wir tief eingetaucht in die kenianische Kultur und haben den African Way of Life genossen. Doch am einprägsamsten und wichtigsten für uns war es, die BirAli-Kinder kennen zu lernen und mitzuerleben, wie sie ihr Leben gestalten. Ausserdem galt es einige Missverständnisse und Ungereimtheiten, wie sie schnell über die Jahre und ohne direkten Kontakt entstehen können, mit Alice zu besprechen.

In den acht Jahren, die Birthe nicht mehr in Kenia war, hat sich natürlich viel verändert. Neben den augenscheinlichen Veränderungen im ganzen Land – wie zum Beispiel dass nun (fast) jeder Kenianer ein Handy besitzt und die Matatu-Kleinbusse nicht mehr so bunt sind und weniger laute Ragga-Musik spielen – hat sich auch im Hause BirAli einiges getan. Zunächst sei Euch berichtet, dass bei Alice nun nicht mehr wie zu Beginn des Projekts 11 Kinder leben, sondern stolze 26!

KeniaReise 2011 alle-birali-kinder

Das mag Euch zu Recht überraschen – auch für uns war es einer der Punkte den es mit Alice aufzuklären galt. In langen Gesprächen mit Alice konnten wir klären, wie es dazu kam, dass sie über die Jahre hinweg so viele neue Kinder aufgenommen hat, für die sie eigenständig jeden Monat Spenden von ihrer Kirche eintreiben muss. Alice sieht es als ihre Lebensaufgabe, sich um Waisen, Halbwaisen und Kinder aus sehr armen Verhältnissen zu kümmern und fühlt sich dazu von Gott berufen. Durch ihre Tätigkeit in der Kirche hat sich auch schnell herumgesprochen, dass Alice ein kleines privates Waisenheim führt und so wurden immer wieder Kinder an sie „herangetragen“. Nein zu sagen, fällt dann natürlich schwer, besondern den Kenianern, wenn auch an allen Ecken und Enden Platz und Geld fehlen.

In der Tat sind die Verhältnisse, unter denen die Kinder bei Alice leben, sehr einfach. (Dies jedoch gemessen an unserem europäischen Standard - gemessen am afrikanischen Standard, entspricht es durchaus Normalität.) Die Kinder leben auf engem Raum und teilen sich insgesamt drei Zimmer in dem angemieteten Haus, in dem sie mittlerweile leben. Alice ist mitsamt den Kindern im vergangenen Jahr in den Stadtteil Mtwapa in den Norden von Mombasa umgezogen. Grund für diese Entscheidung war vor allem, dass sie sich in Jumvu nicht mehr sicher fühlte, da dort die Kriminalität in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Gegenüber den dortigen Verhältnissen bietet das neue Haus in Mtwapa weitere Vorteile: Es besteht aus zwei Teilen, in einem befinden sich die drei Zimmer der Kinder, in dem anderen Teil Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Küche und Schlafräume für die Erwachsenen. Zum Haus gehört auch ein kleiner und durch ein Tor zur Straße abgeschirmter „Hof“, so dass die BirAli-Kinder dort ihren ungestörten Bereich haben, in dem sie spielen können.

Kenia Reise 2011 birthe-und-alice-wiedersehensfreudeAuch wenn wir uns am ersten Abend, den wir bei BirAli verbrachten, erst einmal langsam gegenseitig beschnuppern mussten, war es uns bald möglich, Kontakt zu den 26 Kindern und Jugendlichen aufzubauen, sie auseinanderzuhalten und kennenzulernen. Durch gemeinsames Spielen, Singen und Tanzen gelang es uns schließlich, Zuneigung und Vertrauen aufzubauen. Wir haben viel Zeit mit den Kindern verbracht, haben gemeinsam gespielt, getanzt und gegessen, ihnen bei den Hausaufgaben geholfen, waren am Strand und haben im Laufe der zweieinhalb Wochen mit jedem einzelnen ein intensives Gespräch geführt. Insbesondere zu ihren familiären Hintergründen, ihrer Situation in der Schule, ihren Hobbys, Interessen, Vorlieben und Abneigungen haben wir die Kinder befragt. Auch haben wir mit ihnen über die Bedingungen im BirAli-Heim gesprochen und uns nach ihren Wünschen erkundigt. Was uns dabei besonders positiv auffiel: Auf die Frage, was sie an BirAli mögen, entgegneten nahezu alle Kinder, dass sie BirAli sehr schätzen, weil Alice wie eine Mutter zu ihnen ist und weil sie zur Schule gehen können. Das Strahlen in den Augen der Kinder, wenn sie von Alice sprachen, war ein eindeutiger Beleg dafür!

Sehr gefreut hat uns darüber hinaus, dass die BirAli-Kinder untereinander einen sehr respektvollen Umgang pflegen. Sie helfen einander und stehen füreinander ein. So haben alle älteren Mädchen zum Beispiel eine Art „Patenkind“ von Alice zugeteilt bekommen – ein jüngeres Kind, um das sie sich besonders stark kümmern – dessen Wäsche sie waschen, dessen Schuluniform sie bügeln und dessen Ansprechpartner sie sind.

Ohne Ausnahme gehen alle Kinder in die Schule bzw. in den Kindergarten und tun dies augenscheinlich gerne – auch wenn es bei dem ein oder anderen Lern- oder Konzentrationsschwierigkeiten gibt. Alice achtet allerdings sehr stark darauf, dass die Kinder gefördert werden, ihre Hausaufgaben machen und wenn nötig auch Nachhilfe bekommen.Strahlende Kinder

Alice als Hausmutter steht glücklicherweise nicht alleine da, um sich um die Kinder zu kümmern. Ihr zur Seite stand bereits von Anfang an Djuma, die sich vor allem um das Zubereiten des Essens und die Sauberkeit in Haus und Hof kümmert. Eine Art „Mann für alles“ ist Kea, ein 25jähriger hilfsbereiter junger Mann, der unter anderem Hausmeistertätigkeiten übernimmt und den Kindern auch bei ihren Hausaufgaben hilft. Er wird jedoch nur so lange bei BirAli arbeiten, bis er sein Studium fortsetzen kann oder eine Arbeit findet. Des Weiteren ist derzeit Deborah als Freiwillige bei BirAli tätig. Solange sie noch auf Jobsuche ist, wird sie Djuma im Haushalt unterstützen.

In den nunmehr über acht Jahren, in denen es das BirAli-Projekt gibt, sind die ersten BirAli-Kinder inzwischen erwachsen geworden und teilweise bereits „aus dem Haus“ – Mapenzi, Katana und Kahindi sind mittlerweile alle berufstätig und stehen auf eigenen Beinen. Es ist total schön zu sehen, was aus den ersten BirAli-Kindern geworden ist – wie sie sich zu selbständigen, höflichen und sympathischen jungen Erwachsenen entwickelt haben. Dies sind die „Früchte“, die wir Euren Spenden und unserem gemeinsamen, interkulturellen Engagement zu verdanken haben.

Die letzten Tage im BirAli-Heim haben wir dazu genutzt, verschiedene Anschaffungen zu machen. Von neuen Betten, Kenia Reise 2011 alice-mit-den-neuen-matratzenBettbezügen und Matratzen über Tassen und Teller bis hin zu Schuluniformen, Schultaschen und Zahnbürsten wurde einiges benötigt und sowohl Alice als auch die Kinder haben sich sehr über die Neuerungen gefreut. Auch konnten wir eine Wasserleitung legen lassen, so dass die Kinder nicht mehr das Wasser mit Kanistern von dem nahegelegenen „öffentlichen“ Wasserhahn holen müssen.

Unsere Unterkunft, ein einfaches Gästehaus, befand sich unmittelbar neben dem BirAli-Heim. Somit konnten wir jeden Tag hautnah miterleben, was „Alltag“ bei Alice und den Kindern bedeutet. Wir haben ein gutes Gefühl hinsichtlich der neuen Entwicklungen, haben viel Vertrauen gewonnen und sind optimistisch was die Zukunft des BirAli-Projekts betrifft. Mit den ganz frischen Eindrücken und Berichten möchten wir uns jetzt auf die Suche nach weiteren Personen begeben, die das BirAli-Projekt langfristig in Form von Daueraufträgen unterstützen möchten, so dass wir hoffentlich in naher Zukunft alle 26 Kinder finanzieren können, ohne dass Alice sich jeden Monat von neuem auf die Suche nach (unregelmäßigen) Spenden begeben muss und sich stattdessen auch wieder mehr ihrem eigenen Leben widmen kann und etwas Privatssphäre erhält, was in den letzten Jahren deutlich zu kurz gekommen ist.

Esther, Sawadi und Kadzo

Wir werden Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten, was die Entwicklungen bei BirAli betreffen. Birthe und Nadja stehen weiterhin in engem Kontakt zu Alice. In Kürze werdet ihr außerdem weitere Fotos und Informationen vom BirAli-Heim auf unserer Internetseite www.birali.de finden.

Im Namen von allen BirAli-Kindern, Alice und dem gesamten BirAli e.V. gilt es nun einmal mehr, Danke zu sagen – Danke an Euch für die jahrelange treue Unterstützung und Hilfe. Wir haben mit eigenen Augen gesehen, was aus den Kindern und dem Projekt geworden ist, welche Früchte BirAli bisher getragen hat, und sind nun voller Tatendrang und Motivation, dieses Projekt weiterzuführen und stetig zu verbessern. Auf dass die BirAli-Kinder weiterhin ein Strahlen in den Augen haben, wenn sie von ihrem Zuhause berichten!

Eure Nadja und Birthe, im Namen des gesamten BirAli e.V.


Jul 19 2011

BirAli e.V. besucht BirAli-Kinder

Liebe BirAli-Freunde,

die erste Hälfte des Jahres ist schon wieder vergangen und wir möchten Euch über die aktuellen Entwicklungen des BirAli-Projekts informieren. Einmal mehr können wir gleich die freudige Nachricht vorwegnehmen, dass es allen BirAli-Kindern unter Alice’ Dach gut geht!

Nun gleich die zweite gute Nachricht: BirAli e.V. goes Kenia!

Nachdem es mittlerweile schon fast 8 Jahre her ist, dass Birthe aus Kenia zurückgekehrt ist und das Projekt BirAli ins Leben gerufen war, haben wir uns gedacht, dass ein erneuter Besuch an der Zeit ist – gerade jetzt, wo ein ganzer Verein und zahlreiche Dauerspender hinter uns stehen.

Diesen Sommer wird sich Birthe gemeinsam mit Nadja auf den Weg nach Mombasa begeben. Ziel der Reise ist es, durch die persönlichen Begegnungen von Birthe und Nadja mit Alice und den Kindern die Beziehungen zu stärken, den Austausch zu fördern und die Kommunikation miteinander zu verbessern. Des Weiteren sind wir auf der Suche nach weiteren Ansprechpartnern in Kenia, die das Projekt vor Ort unterstützen können. Außerdem möchten wir prüfen, inwieweit BirAli in Zukunft verbessert und weiterentwickelt werden kann.

Neben der großen Vor- und Wiedersehensfreude überwiegt in den letzten Tagen vor der Abreise vor allem die Aufregung. Was hat sich in Kenia in diesen acht Jahren verändert? Wie werden die „Kinder“ – mittlerweile sind schon viele unter ihnen erwachsen – uns begegnen? Welche Herausforderungen wird es zu bewältigen geben?

Wir freuen uns schon jetzt darauf, Euch nach der Reise mit vielen BirAli-Eindrücken aus Kenia zu versorgen.

Vor Ort in Kenia geht indess das normale Leben weiter. Unter der Woche gehen die Kinder zur Schule und am Wochenede veranstalten sie häufig Spiele und Sporttourniere mit ihren Freunden. Nachdem Baraka Kazungu im neuen Schuljahr zunächst ein paar Anlaufschwierigkeiten hatte, hat er nun bereits die Halbjahres-Klausuren hinter sich gebracht. Charo hingegen hat schon lange auf das neue Schuljahr und seine Einschulung in der High School hingefiebert und es freut uns besonders berichten zu können, dass er einer der besten in seiner Klasse ist.

Zu guter Letzt einmal mehr: Herzlichen Dank für Eure treue Unterstützung! Auch Alice sendet herzliche Grüße und betont immer wieder ihre Dankbarkeit – dank der regelmäßigen Spenden sind alle Kinder gesundheitlich wohl auf, es mangelt ihnen an nichts, sie können sich auf ihre Schul- und Berufsausbildung konzentrieren und versprühen in ihrer Freizeit viel Freude im Hause BirAli.

Mit den besten Grüßen

im Namen des gesamten BirAli-Teams

Nadja (Öffentlichkeitsarbeit) & Gesche (2.Vorsitzende)


Mär 29 2011

Leben mit BirAli

Liebe BirAli-Freunde,

während sich unser neu entstandener Verein hier in Deutschland nun regelmäßig trifft und sich die Vereinsmitglieder mittlerweile gut in die Arbeit an dem Projekt eingefunden haben, geht auch bei den Kindern in Kenia alles seinen gewohnten Gang.

Den Beginn des Jahres verbrachten die BirAli-Kinder recht ruhig. Für das beginnende Schuljahr wurden neue Materialien gekauft, so dass den Kinder ausreichend Schreibutensilien zur Verfügung stehen. Außerhalb der Schule beschäftigen sich die Kinder gerne mit Ballspielen oder anderen Aktivitäten an der frischen Luft. Zudem gehen sie weiter den Hobbys „Tanz“ und „Theater“ nach und kreieren immer wieder kleine Aufführungen.

Katanas Ausbildung bei der Luftwaffe hat begonnen, er lebt also nicht mehr im gleichen Haus, telefoniert aber öfters mit Alice. Mapenzi, die nun über 18 Jahren ist, möchte auch gerne ein weniger unabhängiger sein und mit einer Freundin zusammen ziehen. Die anderen Kinder gehen alle weiterhin zur Schule, besuchen die Klassen 3 bis 10. Manchen fällt das Lernen leichter als anderen, alle geben sich aber Mühe und strengen sich an.

Gesundheitlich ist zum Glück nur zu berichten, dass es den Kindern weiterhin sehr gut geht und sie sich gesund und ausgewogen ernähren.

Wir sind alle sehr zufrieden mit der Entwicklung und den Fortschritten der Kinder und freuen uns auf ein spannendes restliches Jahr!

Gesche (2. Vorsitzende) & Nadja (Öffentlichkeitsarbeit)


Dez 14 2010

BirAli e.V. - Wir sind ein gemeinnütziger Verein!

Was von außen betrachtet wie ein gemütliches Beisammensein unter Freunden an einem kalten Sommertag ausgesehen haben mag, handelte sich in Wirklichkeit um eine ganz offizielle Zusammenkunft mit lebhaften Diskussionen um Paragraphen, Satzungsdetails und Vereinsziele - die Gründungsversammlung des BirAli e.V.

Mittlerweile ist es stolze acht Jahre her, dass Birthe und Alice das Projekt BirAli in Kenia ins Leben gerufen haben. Seitdem hat sich Birthe ganz alleine der Verantwortung gestellt, Spender in Deutschland zu generieren, die Spenden zu verwalten, die zahlreichen Spender auf dem Laufenden zu halten, das Projekt aus der Ferne zu koordinieren und dafür Sorge zu tragen, dass alles reibungslos funktioniert – dass die Kinder in Alice’ Haus neben einem Dach über dem Kopf auch eine ausgewogene Ernährung, eine Schul- und Berufsausbildung erhalten und Geborgenheit finden. Die Erfolge des Projekts und Birthes unermüdlichen Engagements sind den treuen Spendern wohl bekannt.

Dass diese verantwortungsvolle Aufgabe neben Vollzeit-Studium, Teilzeit-Job, Praktika und Privatleben für eine einzelne Person schnell zu viel werden kann, braucht kaum erwähnt zu werden. Erste Interessenten, die Birthe in Sachen BirAli gerne unter die Arme greifen wollten, fanden sich glücklicherweise fast von allein. Im Nu waren schließlich genug Mitglieder beisammen, um aus der Idee „BirAli e.V.“ Wirklichkeit werden zu lassen.

Bei der Gründungsversamlung am 4. August 2010 – in besagter gemütlicher Runde – setzte Birthe zunächst alle Anwesenden in einem kurzen Vortrag über die Entstehungsgeschichte von BirAli und die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis. Schließlich wurden die Ziele der Vereinsgründungerläutert: Hauptanliegen ist zunächst, die Projektorganisation und Kommunikation zu verbessern, um den Status quo des Projekts auch längerfristig sicherstellen zu können. Bei einem aktiven Spenderkreis von etwa 100 Personen, davon 35 Dauerauftragspender, soll sich der Verein dafür einsetzen, der Verantwortung und dem Spendenvolumen gerecht zu werden. Die Erstellung der Berichte über Neuerungen und Fortschritte der BirAli Kinder sowie die Aktualisierung der Homepage sind nun ebenfalls Bestandteil des Aufgabenbereichs des Vereins.

Im Anschluss daran ging es gleich über zum Kern der Sache: die Satzung. In allen Einzelheiten wurden die Paragraphen vorgestellt, gemeinsam diskutiert und geprüft. Die Satzung umfasst die Aufgaben, Ziele und Zwecke des Vereins und legt die Funktionsweise des Vereins fest. (Hier gehts zur Satzung)

Nach der Unterzeichnung der Satzung durch die neun Gründungsmitglieder blieb noch Zeit für ein Gruppenfoto sowie für die Verteilung der Aufgaben und die Wahl der Amtsinhaber. Einstimmig wurde der vierköpfige Vorstand, bestehend aus Birthe Vogel (1. Vorsitzende), Gesche Lotzkat (2. Vorsitzende), Solveig Kühn (Schriftführerin) und Pascale Reinke (Kassenwärtin) gewählt.

Seit dem 14.09.2010 ist BirAli e.V. nun offiziell im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Alle Vereinsmitglieder freuen sich auf die bevorstehenden spannenden Aufgaben und hoffen, durch ihr Engagement einen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung des BirAli-Projekts beitragen zu können.

Nadja (Öffentlichkeitsarbeit), Gesche (2.Vorsitzende) und das gesamte BirAli-Team!


vereinsgrundung-6Die BirAli e.V. - Gründungsmitglieder

(von links: Birthe Vogel, Mohammed Tayeb, Pascale Reinke, Gesche Lotzkat, Solveig Kühn, Alke Spöring, Katrin Liethman, Ina Kruse-Soehnke, Nadja Seibert)

vereinsgrundung-1Offizieller Akt: Mit der Unterschrift unter der Satzung wird die Vereinsgründung von BirAli e.V. besiegelt!


Dez 14 2010

Firmenunterstützung

Wir danken Gut Gedruckt Kiel, Standort Knooper Weg 175 für die Unterstützung und hoffen weiterhin auf gute Zusammenarbeit!


Dez 14 2010

2010, ein bewegtes Jahr!

Liebe BirAli-Spender,

pünktlich zur Weihnachtszeit gibt es wieder allerlei Neuigkeiten aus Kenia.

Zunächst sei vorweggenommen, dass es allen Kindern in Alice’ Obhut nach wie vor gut geht, sie vor Gesundheit nur so strotzen und alle ihre eigenen Fähigkeiten und Talente ausleben können.

Es ist viel passiert im letzten Jahr und es fällt schwer, die Neuigkeiten kurz und bündig auf den Punkt zu bringen. Zu allererst sei erwähnt, dass das BirAli-Home in Kenia ein neues Zuhause gefunden hat. Aufgrund von Platzmangel und schlechter Anbindung an die Schulen hat Alice eine günstige Möglichkeit beim Schopfe gepackt und ist – sozusagen „mit Kind und Kegel“ – umgezogen. Da das kleine Haus von Alice schon immer aus allen Nähten zu platzen schien und das gute Gedeihen der nunmehr Jugendlichen noch seinen Teil dazu beitrug, freuen wir uns besonders über diese Neuerung. Das neue Zuhause hat den großen Vorteil, in einer sichereren Gegend zu liegen und alle wichtigen Schulen in seiner Nähe zu haben. Außerdem haben die BirAli-Kinder nun das große Glück, ausreichend Platz zu haben, um sich direkt vor der eigenen Haustür austoben zu können.

Mapenzi Kazungu (21) hat ihren Ausbildungszweig noch einmal gewechselt und besucht die Mount University in Mombasa im Bereich „Wirtschaft“. Hier erhofft sie sich bessere Chancen und Möglichkeiten als bei einer Krankenschwester-Ausbildung. Die Entscheidung den Berufszweig nochmal zu wechseln hat sie selber getroffen und sich sogleich für eine geeignete Finanzierung eingesetzt. Eigenständig ist sie zu Einrichtungen gegangen und konnte sich so die Übernahme ihrer Studiengebühren organisieren. Ihr neues Studium wird nun durch Spenden von Camp David ermöglicht. Camp David unterstützte Mapenzi schon ganz zu Anfang mit Schulgeld für die High School. Auf ihrem neuen Weg geht es Mapenzi gut.

Katana Kazungu (20) hat sich nach seinem erfolgreichen High School Abschluss dafür entschieden, in die Kenianische Luftwaffe einzutreten – damit ist er als einer der ersten „aus dem Haus“ (nach seinem Bruder Kahindi genau genommen der Zweite) und steht nach der jahrelangen Unterstützung von BirAli auf eigenen Beinen. Die Ausbildung bei der Luftwaffe ist umsonst. Alice berichtet von ihrem Gespräch mit einem Offizier der sagte, dass es für einen Waisen wie Katana nicht leicht sei für die Luftwaffe rekrutiert zu werden und so sei sie natürlich besonders stolz. Katana folgt damit seinen persönlichen Interessen und Wünschen und BirAli freut sich alle Kinder bei ihren eigenen Entscheidungen unterstützen zu können.

Kadzo Kazungu (16) besucht seit Februar nun die Waa Girls High School. Sie ist sehr glücklich dort.

Baraka Kazungu (16) macht sich sehr gut in der Schule und wird im nächsten Jahr in das zweite Jahr der High School eintreten (bei uns wäre das die 10. Klasse). Die Abschlussklausur des ersten Jahres hat er mit gutem Ergebnis bestanden.

Charo Kazungu (14) hat ebenfalls sehr gute Ergebnisse in der Schule erzielt. Noch wartet er auf die Resultate seiner Abschlussprüfungen der 8. Klasse, um danach in die High School eintreten zu können. Bisher zeigte er sehr gut Schulleistungen und so ist Alice voller guter Hoffnung auf die aktuellen Resultate.

Maria Safari (15) tut sich leider etwas schwer in der Schule. Alice hat einen Privatlehrer engagiert, der ihr Nachhilfe geben wird, damit sie den Übergang in die 8. Klasse noch schafft.

Chuma Safari (14) ist sehr verspielt und kann sich in der Schule schlecht konzentrieren. Er wird die siebte Klasse noch einmal wiederholen müssen.

Zawadi Safari (11) muss leider auch noch einmal das Schuljahr wiederholen.

Baraka Safari (9) muss leider auch noch einmal das Schuljahr wiederholen.

Bei den drei Jüngsten gab es also im Vergleich zum Vorjahr leider ein paar Veränderungen in der Schule. Dies hat wohl mit ihrem Schulwechsel (durch den Umzug) zu tun. Alice setzt sich weiterhin sehr für gute Schulleistungen der Kinder ein.

Besondere Fortschritte machen alle Kinder mit Englisch, besonders in der gesprochenen Sprache. Alice sagt, dass sie mittlerweile alle einfache Unterhaltungen problemlos auf Englisch führen können.

In ihrer Freizeit sind alle BirAli-Kinder sehr aktiv, spielen z.B. Fußball oder beteiligen sich an Theater- und Tanzprojekten.

Außerdem sind die Kinder gesund und wachsen fleißig – „big boys and girls“, um in Alice’ Worten zu sprechen. Für das nächste Schuljahr werden sie vor allem neue Schuluniformen und Schuhe benötigen, da diese nun zu klein werden und abgenutzt sind. Zudem ist es uns möglich den Kindern neue Matratzen und Bettwäsche zu finanzieren. An Weihnachten sollen alle nicht zu kurz kommen und so wird auch dieses Jahr ein Weihnachtsgeld für einen Ausflug bereitgestellt.

Zu guter Letzt gilt es, ein riesiges Dankeschön auszusprechen: Danke an die vielen treuen Spender, die es nun schon über so viele Jahre hinweg ermöglichen, dass es den Kindern in Alice’ Heim gut geht, sie ein Dach über dem Kopf haben, eine ausgewogene Ernährung und Schul- sowie Berufsausbildung genießen können. Auch für die zahlreichen Einzelspenden, die im Laufe des Jahres eingegangen sind, möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Es ist schön zu sehen, dass so viele Spender weiterhin BirAli ihr Vertrauen schenken und die Kinder unterstützen!

Das komplette BirAli-Team wünscht allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!


Jul 20 2010

Mit Schwung ins neue Jahr

Im ersten Halbjahr ist wieder viel passiert und es gab verschiedene Aktivitäten und Unternehmungen bei BirAli. Man kann also sagen, das Projekt ist mit viel Energie und Freude im Jahr 2010 angekommen! Wir freuen uns zu hören, dass es allen Kindern gesundheitlich, in der Schule und auch im sozialen Leben weiterhin sehr gut geht.

Eines der Highlights war ein Fußball-Match zwischen den Jungen und Mädchen. Die BirAli-Kinder luden ihre Freunde ein und bildeten so zwei Teams. Mit Marias Hilfe gelang es den Mädchen die Trophäe zu ergattern! Maria ist sehr gut im Fußball und würde gerne mehr spielen, berichtet Alice. Nach dem Spiel bettelten die Kinder bei Alice gleich nach einem eigenen Ball, damit sie nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause spielen könnten.

Außerdem berichtet Alice ganz begeistert vom schönen Weihnachtsfest mit den Kindern. Dank eines aufgestockten Weihnachtsbudgets war es ihnen möglich, sich Weihnachten 2009 ein schönes Festessen zuzubereiten. Alice kochte Pilau (ein typisches afrikanisches Reisgericht), es gab leckeren Saft, Kekse und sogar Süßigkeiten. Alle waren sehr glücklich und dankbar für dieses schöne Fest. Am 26. Dezember gingen die Kinder mit Alice zum Strand und gaben dort eine Tanztheateraufführung zum Besten, die sie zuvor begeistert einstudiert hatten. Einige Leute gesellten sich als Zuschauer zu der Gruppe. Das hat allen viel Spaß bereitet! Alice berichtet, sie genieße es sehr den Kindern zuzuschauen, wenn es ihnen so gut ginge.

Im Garten pflanzen die Kinder am Wochenende gerne Pflanzen und besondere Freude bereitet es dann allen, wenn die „Ernte” eingeholt werden kann.

Über die Gesundheit der Kinder ist zum Glück nur zu berichten, dass es allen gut geht da eine ausgewogene Ernährung sicher gestellt ist. Selten würden die Kinder krank werden und sie entwickeln sich weiterhin alle prächtig.

Die drei kleinsten der BirAli-Kinder, Baraka, Zawadi und Chuma gehen weiterhin gerne zur Schule. Sie sind inzwischen in Klasse 3, 4 und 7 und sind von ihren Leistungen im Klassendurchschnitt anzuordnen. Maria quält sich leider immer noch mit dem Schulstoff und es ist für Alice nicht immer leicht, sie zu motivieren. Es gibt einigen Grund auf Charo stolz zu sein. Er hat es im letzten Jahr bis zum Klassenbesten geschafft.

Mit viel Freude berichtet Alice davon, wie sie Kadzo am 3. Februar für ihren ersten Schultag in die Girls High School gebracht hat. Beide sind glücklich und sehr stolz, dass Kadzo eine so gute High School besuchen kann.

Im letzten Bericht hat Alice außerdem noch ein paar aktuelle Bilder der Kinder geschickt damit, wie sie sagt, wir uns selber ein Bild davon machen können, wie prächtig sich die Kinder entwickeln.

Einen herzlich Dank an alle Spender im Namen von Birthe, Alice und den BirAli-Kindern!

Gesche

baraka-safari1 Baraka Safari

chuma Chuma Safari


Dez 7 2009

Alices Freudentränen

Nach langer Zeit die gute Nachricht gleich vorweg: Unseren BirAli-Kinder geht es weiterhin gut! Sie wachsen und gedeihen sogar so prächtig, dass ich Alice jüngst ein extra Budget für neue Klamotten und Schuhe schicken musste.

Auch Alice und ich bekommen mehr und mehr Routine in unseren Aufgaben, wovon es in diesem Jahr wieder einige zu bewältigen gab. Das Wasser ist knapp in Kenya, da es kaum geregnet hat. Eine Cholera-Epidemie ist durch das Land gegangen. Die Tiere sterben. Die Luft ist sehr staubig und verursacht Husten. Das Wasser ist sehr teuer geworden. Auch die Preise für Lebensmittel sind in den letzten 2 Jahren immens angestiegen. Aufgrund der vielen Einzelspenden am Ende des letzten Jahres, war es möglich, das monatliche Budget dementsprechend anzupassen. Heute beschreibt Alice selbst den Alltag im Projekt als „it smoothly runs without stress and sickness“. Sie sagt, die Kinder seien aufgrund ihrer ausgewogenen Ernährung, die durch das neue Budget weiterhin möglich ist, kaum krank und auch von der Cholera verschont geblieben.

Mapenzi Kazungu (20:) Sie macht sich weiterhin gut als zukünftige Krankenschwester. Mapenzi genießt ihre Ausbildung und ist sehr verantwortungsbewusst geworden. Somit ist sie ein Vorbild für die anderen. Als große Schwester motiviert sie die restlichen Kinder, sich in der Schule anzustrengen. Aus eigener Erfahrung wisse sie nun, wie sehr sich das lohne. Sie habe sich nie träumen lassen, einmal eine Ausbildung zu machen. Wenn sie dann vor ihren Geschwistern noch feststellt, dass sie obendrein – Gott und den Spendern sei Dank - gesund und schön geworden sei, nehmen diese sie auf den Arm: Sie solle nun dafür beten, dass sie auch noch etwas wachse, da sie zu klein geraten sei! Ihre Antwort darauf: Das habe sie gar nicht nötig, denn sie sei sogar stolz auf ihre kleine Größe: „I`m proud of my shortness!“ Das nenne ich Selbstbewusstsein!

Katana Kazungu (19): Er hat nun im letzten Jahr die High School abgeschlossen und zwar gar nicht mal so schlecht. Seine Leistungen hätten ihn ohne weiteres befähigt, auf eine Universität zu gehen. Sein innigster Wunsch ist es, Medizin zu studieren. Da der Unibesuch in Kenya aber die monatlichen Kosten für alle Kinder um 30% erhöhen würde (und das über einige Jahre), haben wir ihm diesen Wunsch nicht erfüllt.

Während Katana auf seine Abschlussergebnisse wartete, hatte er an einem Computer-Kurs teilgenommen, der Absolventen eine bessere Chance auf einen Ausbildungsplatz ermöglicht, und in einer Dorfschule ein bisschen Unterricht gegeben. Inzwischen belegt er einen Kurs in „Administration“. Dieser Kurs sei so anspruchsvoll, dass er am liebsten davongelaufen wäre. Aber Alice sagte ihm etwas wie: Es sei noch kein Meister vom Himmel gefallen und außerdem koste es Schweiß, ein richtiger Mann zu werden: „Nothing is coming soft and you have to sweat to become a man.“

Baraka Kazungu(15): Unser helles Köpfchen macht mittlerweile seine Abschlussprüfungen in der Grundschule, die ja in Kenya 8 Jahre dauert. Er ist motiviert, einen guten Abschluss zu machen und arbeitet hart dafür, damit er im nächsten Jahr auf die High School gehen kann. Seine pubertären Phasen, die Alice viele Nerven kosteten, hat er weitestgehend überwunden. Das findet vor allem er selbst, denn als nun reifer Erwachsener hält er es momentan nicht mehr für nötig, sich mit Jüngeren abzugeben. Weiterhin sind wir guter Hoffnung, dass er auch diese Phase bald erfolgreich überwinden wird. Seine politischen Interessen lebt er nun mehr als Leseratte aus.

Kadzo Kazungu (15): Kadzo hatte ich bisher kaum erwähnt. Sie war glücklicherweise bereits von einer kirchlich engagierten Frau unter ihre Fittiche genommen worden, als wir das Projekt damals ins Leben riefen. Zunächst war sie die Glückliche, denn sie wurde überhaupt versorgt. Nun sah sie in den Ferien aber immer, wie schön es die anderen hatten und zeigte sich zunehmend widerwillig, zurück zu gehen. Da wir sie ohnehin auf Dauer miteingeplant hatten, nahm Alice sie ebenfalls zu sich ins BirAli-Heim.

Alice beschreibt sie ebenfalls als helles Köpfchen und sehr höflich. Sie singt gerne und träumt davon, einmal Krankenschwester zu werden, wie ihre große Schwester Mapenzi. Dafür strengt sie sich auch schon mächtig an, denn sie ist quasi HiWi an der Schule und hilft den Lehrern die wöchentlichen Tests der Klasse zu korrigieren. Auch sie schreibt gerade ihre Abschlussprüfungen in der 8. Klasse und wird nächstes Jahr auf die High School gehen.

Maria Safari (14): Die Gute musste leider im letzten Jahr die 7. Klasse wiederholen. Sie hat es nicht so leicht in der Schule, obwohl sie sich furchtbar anstrengt. Nun ist sie aber immerhin im Klassendurchschnitt. Sie ist eine leidenschaftliche Tänzerin traditioneller Tänze und hat bei einem Wettbewerb den 3. Platz gemacht. Außerdem ist sie eine begnadete Köchin. Wer gutes Essen braucht, wendet sich an sie. Daher auch der entsprechende Berufswunsch: Maria möchte Chefköchin in einer Hotelküche werden. Dafür hat sie sich schon das passende College ausgesucht, von dem sie nun träumt. Bis dahin hat sie ja noch ein bisschen Zeit.

Chuma Safari (13): Im Gegensatz zu seinem älteren BirAli-Bruder gibt sich der zunehmend hübsche Chuma gerne mit Älteren ab. Er ist der Fußballstar in der Schule und dementsprechend auch der Mannschaftskapitän. Seiner weiterhin bestehenden Tanzleidenschaft tut dies scheinbar keinen Abbruch und auch in der Klasse schlägt er sich wacker im Mittelfeld.

Charo Kazungu (13): Unser Mathe-Genie ist dieses Jahr nach harter Arbeit Zweitbester der Klasse geworden. Er genießt es, dass seine Freunde und Geschwister sich um seine mathematische Hilfe reißen und fordert sie auf, sich einen Termin bei ihm zu buchen, weil er sie sonst nicht alle unter einen Hut bekäme. Er kommt bei den Lehrern gut an, obwohl er hin und wieder in Raufereien verwickelt ist und Alice deswegen zur Schule zitiert wird. Alice befürchtet, dass nun bei ihm der pubertäre Trotz losgehen könnte, da er sich wohl einigen Regeln bockbeinig entgegenstelle.

Sawadi Safari (10): Das quirlige Mädchen hält sich tapfer im Klassendurchschnitt, obwohl sie die Schule gar nicht mag. Sie beschwert sich oft und gerne, aber verspricht trotz allem, ihr Bestes zu geben. Aber insgesamt tanzt, singt oder schauspielert sie viel lieber. Die geborene Musical-Darstellerin! Nun kommt sie schon in die 5. Klasse.

Baraka Safari (8): Der Kleinste der BirAli-Kinder freut sich immer sehr, dass er geboren ist, denn er liebt Geburtstage und bekniet Alice, sie möge ihm doch eine Geburtstagsparty ausrichten. Mittlerweile macht er sich auch sehr gut in der Schule. Er kommt nun in die dritte Klasse.

Zu guter Letzt noch ein Zitat von Alice aus ihrem letzten Bericht (frei übersetzt):

„Ich danke Dir für Deine unerschöpflichen Mühen, und ich danke unseren Spendern, die mit Dir Hand in Hand arbeiten, damit diese Kinder gesund und glücklich sind. Manchmal kommen mir regelrecht die Tränen, wenn ich daran denke, wie wir mit diesen Kindern begonnen haben, und wo wir heute sind, z.B. wenn ich Mapenzi mit ihrer Handtasche sehe und Katana umgeben von Freunden. Gott segne Euch! Kenya hat große wirtschaftliche Probleme, die Preise für`s Essen und alles andere schnellen so sehr in die Höhe. Aber, Gott sei Dank, sind diese Kinder nicht davon betroffen. Diesen Kindern geht es gut und sie sind stark!“

Ihr Lieben, soweit zu den BirAli-Kindern, die Ihr seit nunmehr 7 Jahren tatkräftig unterstützt! Ihr seht, es kristallisieren sich immer mehr die Persönlichkeiten heraus. Mir macht es richtig Spaß sie zu begleiten. Ich danke euch – wie immer, auch im Namen von Alice und den BirAli-Kindern - von Herzen für euer Vertrauen und eure Hilfe